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Welche Behandlungen des Mineralwassers sind zulässig?

Mineralwasser ist ein Naturprodukt. Als solches darf es an sich nicht verändert werden.

Das schweizerische und internationale Recht lässt im Sinne von Ausnahmen nur einige wenige Behandlungen zu:

  • Das Wasser darf filtriert und dekantiert werden, damit auf diese Weise feste Partikel, wie z.B. Lehm oder Sand entfernt werden können. Von Dekantieren wird gesprochen, wenn man die festen Stoffe sich setzen lässt und das geläuterte Wasser abgiesst.
  • Vor der Filtration bzw. Dekantation darf das Wasser belüftet werden. Der Sauerstoff bewirkt, dass gewisse unerwünschte Stoffe ausgefällt (ausgeflockt) und so in eine feste Form überführt werden. Auf solche Weise kann ein allenfalls zu hoher Gehalt an Eisen und Mangan reduziert werden. (Eisen würde sonst in der Flasche “rosten” und unappetitliche Ablagerungen am Flaschenboden bewirken.)
  • Es kommt gelegentlich vor, dass einem Wasser vor dem Abfüllen Sauerstoff zugegeben und es dann als “levitiertes” Wasser angepriesen wird. Diese Behandlung gilt als Belüftung. Sie hat im Körper nur eine äusserst kurzzeitige Wirkung. (Siehe zu diesem Punkt die Antwort auf die Frage betreffend Sauerstoff und Kohlensäure).
  • Es ist zulässig, in einem Mineralwasser vorhandene natürliche Kohlensäure (CO2) zu entziehen oder zu reduzieren. Zulässig ist auch die Zugabe eigener Quellkohlensäure oder fremder Kohlensäure.
  • Nicht zulässig ist ein Desinfizieren eines Mineralwassers, zum Beispiel durch UV-Bestrahlung, Ozon-Behandlung oder Pasteurisieren. Ein natürliches Mineralwasser muss an der Quelle absolut rein sein.