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Welchen Stellenwert haben Sauerstoff und Kohlensäure im Wasser?

Wasser (H2O) enthält Sauerstoff (O2) und Kohlensäure (H2CO3) in Lösung.

Hätte es im Wasser keinen freien Sauerstoff, wäre ein Leben darin nicht möglich; es hätte namentlich keine Fische. Das Wasser enthält aber nur sehr wenig Sauerstoff: Ein Mineralwasser aus dem Kühlschrank weist etwa 12 Milligramm (mg) Sauerstoff pro Liter auf, bei Zimmertemperatur hat es vielleicht noch 8-9 mg.

Wird dem Wasser mehr Sauerstoff zugeführt, entweicht die überschüssige Menge sehr bald; das Wasser kann sie nicht halten. Daher hat es praktisch keinen Sinn, wenn man versucht, in ein Mineralwasser beim Abfüllen zusätzlichen Sauerstoff hineinzupressen. Die Anpreisung, einem Wasser sei Sauerstoff zugefügt, ist demzufolge bedeutungslos: Der in einem Liter angereichertem Wasser enthaltene Sauerstoff entspricht gerade mal 0,15 Promille (!) der an einem Tag eingeatmeten Sauerstoff-Menge.

Das Wasser kann hingegen erhebliche Mengen Kohlendioxid (CO2) aufnehmen. Dieses kann aus dem Erdinnern oder auch aus der Atmosphäre stammen. Es kommt dann sehr rasch zu einer Reaktion, wobei sich ein Teil Wasser (H2O) und ein Teil Kohlendioxid (CO2) zu einem Molekül Kohlensäure (H2CO3) verbindet. Da im Wasser grosse Mengen Kohlensäure vorhanden sein können, baut sich in einem geschlossenen Behältnis ein erheblicher Druck auf. Die Flaschen müssen dem Druck gewachsen sein. Beim Öffnen wird die Kohlensäure frei. Das Getränk sprudelt. Es ist auch möglich, einem Wasser zusätzliche Kohlensäure beizugeben.

Ein kohlensäurehaltiges Mineralwasser enthält in der Regel etwa 6 Gramm Kohlensäure.