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Was ist TFA?

Trifluoressigsäure oder Trifluoracetat (TFA) ist eine Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäuren. TFA ist wasserlöslich und sehr beständig. Daher kommt es in der Umwelt weit verbreitet vor. Bisher wurde es in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen. Die Herkunft von TFA ist bis jetzt nicht abschliessend erforscht. TFA kann durch menschliches Handeln (anthropogen) in die Umwelt gelangen, etwa in industriellen Prozessen. Es ist Bestandteil von Arzneistoffen und dient als Lösungsmittel für Proteine. Überdies ist TFA ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln. Möglich ist auch eine natürliche (geogene) Entstehung von TFA bei der Verwitterung von Gesteinsarten wie Granit oder Fluorit.

Gesundheitliche Bedeutung von TFA

Als freie Säure wirkt TFA ätzend. In Lebensmitteln kommt TFA aber nicht als freie Säure, sondern in Form von Salzen vor. Die Konzentration ist zudem äusserst gering. Deshalb sind ätzende Wirkungen im Zusammenhang mit Lebensmitteln nicht zu befürchten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft TFA als nicht toxikologisch relevant ein (Quelle). Endgültige Schlussfolgerungen zur gesundheitlichen Relevanz von TFA kann die EFSA noch nicht ziehen. Jedenfalls wurden noch keine Risiken für Konsumenten festgestellt. Als akzeptierbare tägliche Aufnahmemenge (ADI) von TFA hat die EFSA 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag festgelegt (Quelle). Nach aktuellen Erkenntnissen kann diese Menge bedenkenlos aufgenommen werden. In der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) ist für TFA kein Höchstwert definiert. In Deutschland bestimmte das Umweltbundesamt 2020 auf Basis toxikologischer Daten einen Trinkwasserleitwert von 60 Mikrogramm TFA pro Liter. Dem Minimierungsgebot entsprechend empfiehlt das Umweltbundesamt, die Konzentration unter 10 Mikrogramm pro Liter zu halten (Quelle).